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Der Faire Handel strebt nach mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel und setzt sich für bessere Handelsbedingungen für benachteiligte Produzenten, die hauptsächlich aus den Entwicklungsländern kommen, ein. Dabei leistet der Faire Handel einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung und sichert die sozialen Rechte der Produzenten.

Damit dem Fairen Handel Vertrauen entgegen gebracht wird und sichergestellt ist, dass feste Kriterien eingehalten werden, sind bestimmte Standards erforderlich. Vertraglich müssen sich die Handelspartner verpflichten, die Kriterien des Fairen Handels einzuhalten, um mit einem Gütesiegel (z. B Max Havelaar) ausgezeichnet zu werden.

Der ökonomische Standard beim Fairen Handel setzt voraus, dass ein fester Mindestpreis für die Waren bestimmt wird, der weit über den lokalen Marktpreis steht, um die Produktions- und Lebenshaltungskosten der Kleinbauern zu decken.

Beim Fairen Handel wird der Zwischenhandel ausgeschaltet. Somit ergibt sich die Möglichkeit, die Produkte direkt von Kleinproduzenten oder von Vermarktungsgenossenschaften zu kaufen. Dies gewährleistet den Kleinbauern aus den Entwicklungsländern einen höheren Anteil des Kaufpreises. Exporteure garantieren den Agrarwirten aus den Entwicklungsländern langfristige Handelsbeziehungen und Abnahmegarantien. Ebenfalls werden die hohen Importzölle der Industrieländer (v. a. der EU und USA) abgeschafft, um den Bauern die Möglichkeit zu geben, ihren Marktanteil zu erhöhen und einen anständigen Lohn für sich und ihre Familien zu erhalten.

Der ökologische Standard des Fairen Handels setzt auf nachhaltige Produktionsweisen und fördert somit den Bioanbau mit zusätzlichen Aufschlägen für die Produzenten (-Organisationen). Die Kleinproduzenten müssen dabei ökologische Mindeststandards einhalten. Z. B. sind eine Verwendungen veränderter Substanzen in den Rohstoffen untersagt. Ebenfalls sind sie dazu aufgefordert, eine sorgfältige und schonend verarbeitete Ware mit guter Qualität abzuliefern.

Die sozialen Standards des Fairen Handels gewährleisten, dass von Seiten der Produzenten auf illegale Kinder- und Zwangsarbeit verzichtet wird.

Des Weiteren setzt sich der Faire Handel für die Gleichstellung der Geschlechter ein, und ermöglicht den Frauen bessere Lebensbedingungen. Sie erhalten die gleiche Möglichkeit, sich an der Produktion zu beteiligen um einen finanziellen Beitrag an die Familie leisten zu können. Die regulären Arbeitszeiten müssen eingehalten werden, so dass eine sozialverträgliche und menschenwürdige Produktionsweise ermöglicht werden kann. Die Handelsorganisationen müssen den Entwicklungsländern eine stetige Unterstützung bei Sozial- und Entwicklungsmaßnahmen gewährleisten.

Die Gütesiegelinitiativen versehen Produkte nur mit einem Siegel, wenn gewährleistet wird, dass alle erforderlichen Standards von Seiten der Handelsorganisationen und Kleinproduzenten in Bereichen Soziales, Umwelt und Handel erfüllt werden.

Fazit

Nicht nur auf die Entwicklungsländer hat der Faire Handel sein Wirken, sondern beeinflusst auch die Verbraucher der Industrieländer. Die Konsumenten werden immer mehr zu einem nachhaltigen Denken für die Produktionsweisen und Lebensbedingungen der Menschen in den Entwicklungsländern angeregt. Es tritt immer mehr ins Bewusstsein der westlichen Nationen, dass sie die Lebensumstände in den Entwicklungsländern durch ihre Mithilfe verbessern können.

Eine aktuelle, repräsentative Marktforschungsstudie belegt, dass die Einstellung der Verbraucher auf der Welt sich über die Jahre positiv verändert hat, und der Faire Handel weltweit steigende Umsätze durch die wachsende Nachfrage erfährt.

Fair gehandelt & biologisch angebaut
fairer handel