In dieser Serie werden wir euch mit kleinen Tipps & Tricks zu verschiedensten Brühmethoden versorgen. Zudem werden wir jeweils kurz in die Geschichte der jeweiligen Zubereitungsart eintauchen. Denn wer sich für hochwertigen, schonend gerösteten und fair gehandelten Kaffee entscheidet, sollte schliesslich auch zu Hause das Beste aus ihm rausholen können.

French Press (aka Cafetière)

Unsere Kaffee Insider Tipps

Die French Press gilt als die am wahrscheinlich meist verbreitete Kaffee-Zubereitungsmethode weltweit. Die Technik wird von den alltäglichen Benutzern zu Hause sowie von geschulten Kaffee- Kennern hoch geschätzt. Ihre Einfachheit und der Vorteil nach Wunsch eine grössere Menge Kaffee zubereiten zu können als z.B. mit dem Moka Pot, macht die French Press enorm vielseitig.

Man vermutet, dass die French Press (oder auch Cafetière genannt) um 1850 in Frankreich erfunden wurde. Jedoch wurde sie erst 1929 durch den italienischen Designer Attilio Calimani patentiert.

Doch wie erreiche ich jetzt diese Vielfalt an Geschmäckern, von welchen mir die Baristas immer vorschwärmen? Hierzu haben wir euch ein paar Insidertipps:

  1. Das Filtersieb kann sehr einfach abgeschraubt werden und sollte nach jedem Gebrauch gründlich mit Wasser gewaschen werden (ohne Spülmittel).
  2. Für die French Press nehmen wir einen sehr groben Mahlgrad. Er sollte sich anfühlen wie grobkörniges Salz. Ein zu feiner Mahlgrad führt zu einer Überextraktion und hinterlässt unangenehme Kaffeepartikel in der Tasse und im Mund.
  3. Grob gesagt gilt es, ein Verhältnis 1:14 von Wasser zu Kaffee einzuhalten. Um ein optimales Ergebnis zu erreichen, empfehlen wir dir jedoch mit einer digitalen Waage zu arbeiten. So kannst du dein gewünschtes Rezept jeweils anpassen und optimieren.
  4. Die Wassertemperatur sollte kurz vor dem Siedepunkt sein, also ca. 90° Celsius. Wenn zu heisses (kochendes) Wasser verwendet wird, werden zu viele Bitterstoffe extrahiert. Nimmst du zu kaltes Wasser werden weniger Bitterstoffe extrahiert und der Kaffee wird eine unangenehm säuerliche Note aufweisen.
  5. Giesse zuerst nur so viel Wasser über den Kaffee, dass das Kaffeemehl einmal ganz gedeckt ist. Nach 30 Sekunden hilft es, mit einem Löffel das in Wasser getränkte Kaffeemehl einmal umzurühren. So werden die Geschmacksstoffe aktiviert und der Kaffee kann sich besser entfalten.
  6. Da die French Press-Methode zu den Immersionsmethoden gehört, beeinflusst die Zeit in der das Kaffeepulver in direktem Kontakt mit dem Wasser ist die Stärke des Kaffees. Empfohlen wird eine Brühzeit von 4 Minuten, wobei wir dich jedoch einladen möchten, damit zu experimentieren und so deine eigenen Vorlieben zu erkunden. Kaffee soll schliesslich Spass machen!
  7. Kurz nach dem Runterdrücken des Stempels solltest du den Kaffee in die Tasse füllen, da sonst ein kleiner Teil des Kaffeemehls weiter extrahiert wird, was den Kaffee wiederum bitter macht.

Fun Fact:
Du liebst Cold Brew Kaffee? Mit der French Press kannst du diesen ganz einfach zu Hause herstellen. Benutze hierfür einfach kaltes anstelle von heissem Wasser, stelle die French Press 12-16 Stunden in den Kühlschrank, drücke den Stempel runter, fülle den Kaffee in ein frisches Gefäss und voilà! Cold Brew schmeckt übrigens ausgesprochen gut mit einem Schuss Ahornsirup.

Wichtig:
Bei jeder Brühmethode ist, nach der Wahl des Kaffees, der Mahlgrad und die Frische des Kaffeemehls das A und O. Wir empfehlen nur die jeweilige Menge an Kaffee zu mahlen, die auch tatsächlich benötigt wird, damit das Kaffeemehl immer frisch ist und so kein Aromaverlust stattfindet.

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